Projekte » Tourismus


Bildgebung durch Layout folgend

Eine Schlagzeile im "Telegraph" erregte in den letzten Wochen große Aufmerksamkeit nicht nur in der englischsprachigen Welt: Im Ranking der 20 besten Reiseziele gehört die Lutherstadt Wittenberg. Es werden aber auch andere Luther-Stätten in Deutschland empfohlen, die ebenfalls, wie u.a. die "Wartburg", mit dem Namen Luther historisch verbunden sind.
Wie keine andere Persönlichkeit hat Luther dieser Landschaft einen Stempel aufgesetzt. Er trat in Wittenberg mit dem Anschlag der 95 Thesen an der Schlosskirche zu Wittenberg die protestantische Bewegung vor 500 Jahren los.

"New York Times" schrieb: Luther war ein Medien- Pionier

Sogar die New York Times schrieb in einem ihrer Artikel, dass Luther ein Medien-Pionier war. So versuchte er über die neuen Medien - die gedruckten Flugschriften – seine Ideen zu verbreiten. So gab es in drei Orten der USA – in Manhattan, Atlanta und Minneapolis - Ausstellungen zum Thema Reformation und Luther.

Minneapolis eine Hochburg der Lutherschen Gedanken

Gerade im Bundesstaat Minneapolis ist das USA-Zentrum der Anhänger Luthers. Laut Umfragen gehört jeder 4. Bürger dazu.

Eine Werbung wurde dem nicht historisch verbrieften eindeutigen Luther-Satz zuteil: "Hier stehe ich, ich kann nicht anders!" Angeblich hatte Luther diesen Ausspruch in seiner Rede beim Reichstag zu Worms getätigt. Doch angesehene Historiker bezweifeln dies. Sei wie es sei! Nach etwa 500 Jahren später fand sich dieser weltweit bekannte Satz auf Kondom-Packungen wieder.

Eine widersprüchliche Werbung für Luther

Dieser Einfall, für diese sehr widersprüchliche Werbung für Luther, im Jubiläums-Jahr, kam von der evangelischen Jugendkirche in Düsseldorf - aber sie hatten darauf auch eine Homepage mit angegeben. Diese Aktion der Jugendkirche löste einen Proteststurm in den Rheinischen Landen aus. Zu "sexistisch" lautete nur eine empörte Einschätzung. Diese Aktion wurde natürlich sofort gestoppt, um Schaden von der Landeskirche abzuwenden.

Auf der weltgrößten Touristikmesse Berlin wurde Luther ein "Denkmal" gesetzt

Ein besonderes "Denkmal" wurde Luther und der Reformation auf der ITB Berlin in den ersten Märztagen 2017 gesetzt. In vielen deutschen Ausstellungen wurde dem Reformations- jubiläum gehuldigt. Besonders ragten die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen heraus. In vielen Varianten boten alle unterschiedliche Darstellungen und Ausstellungen über dieses große Ereignis.

Ein Luther-Double an der historischen, improvisierten Schlosskirche zu Wittenberg

Ihre Bewunderung brachten drei holländische Studenten spontan zum Ausdruck: "Dieses Luther-Double im historischen Gewand und der entsprechenden altertümlichen Kopfbedeckung an der Tür der Schlosskirche wirkt mit der Imitation eines schreibenden Reformators – Luther – sehr lebensecht."
Diese Stände besuchten auch viele Politiker und Besucher aus anderen Ländern – besonders der USA.

Ulrich Behrens