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Spannende Spielfilme, anspruchsvolle Dokumentarfilme, Musikvideos mit selbst gemachter Musik, überraschende Experimental-Filme u.a.m. bot der 24. Jugendvideo-Preis Sachsen-Anhalt mit 25 Filmen. In der Kategorie der Fortgeschrittenen vergab die Jury zwei 1. Preise, das war der Kurzfilm des 21. jährigen Hans Höpfner aus Dessau mit dem Titel "Trend-Setter". Er überzeugte die Jury mit einer tiefgründigen Geschichte um Standhaftigkeit, Mut und starke Frauen. "Der Film ist großes Kino", urteilte die Jury", und überzeugt in der Wahl seiner filmischen bzw. gestalterischen Mittel in jeder Beziehung."

Ein Film einer Schulgeschichte - Publikumspreis

Grund zum Jubeln hatte Hans Höpfner und sein 15-köpfiges Team gleich noch einmal. Der Film, der eine spannende Schulgeschichte erzählt, in die eine ganze Klasse eingebunden war, erhielt den Publikumspreis. Die Dokumentation "Paradies im Chaos" von Zule Gattas erzählt eine Geschichte aus Kolumbien - genauer gesagt die eines Bewohners der Insel Santa Cruz del Islote. Es ist immerhin die am dichtesten besiedelte Insel der Welt.

Drei Wochen auf dicht besiedelter Insel

Drei Wochen hatten sich die 23-jährige aus Kolumbien stammende Magdeburger Studentin und ihr Kamera-Mann Hovhannes Martirosyan auf Santa Cruz del Islote aufgehalten und eine Fülle von Geschichten und Bildern mitgebracht, die sie zu einem mitreißenden Dokumentarfilm gestaltet hatten. Er überzeugte die Jury ganz und gar. Eine lobende Erwähnung sprach die Jury für den Film "Impobolis" des 23-jährigen Hallensers Jannis Fahrenkamp aus. "Der aufwändige Stop-motion-Film spielt auf einer Intensivstation, in der die Pflege von Robotern übernommen wird und in der die Patienten ihrer Todesangst hilflos ausgeliefert sind", erklärte Bettina Wiengarn, Geschäftsführerin im Offenen Kanal Magdeburg und Mit-Veranstaltungs- Regie führende Leiterin. Nicht umsonst sah sie einen Bezug zur politischen Wirklichkeit.

Kategorie "Newcomer" - "O' s Süd Odyssee

In der Kategorie "Newcomer" ging der 1. Preis an den 20-jährigen auszubildenden Mirko Arndt und sein 8-köpfiges Team aus Halle für den 6-minütigen Film "O s Süd Odyssee". Im Mittelpunkt steht ein junger Mann, der vor seinen streitenden Eltern nach draußen flieht. Er treibt sich dann in einem Plattenbauviertel auf der Straße herum. Dort begegnet ihm Gewalt, aber auch die Liebe. "Der Film überzeugt durch vielseitige stilistische Mittel, die den Milieu -Alltag eines tristen Stadt-Viertels darstellen", so die Begründung der Jury. Die Medienanstalt und das Kultusministerium von Sachsen-Anhalt, die Landeszentrale für politische Bild, die Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt und der LAG-Jugend und Film unterstützen den Jugend-Video-Preis.

Ulrich Behrens